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Naturwissenschaften anfassen und begreifen | Chemikalien.de
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Naturwissenschaften anfassen und begreifen

August 7, 2002 by admin 

Heidelberger Life-Science Lab ist Anlaufstelle für Oberstufenschüler - 150
Schüler engagieren sich in hochinteressanten Arbeitsgruppen
In der Chemie AG können Schüler des Heidelberger Life-Science Lab Luminol
synthetisierenDas Heidelberger Life-Science Lab ist Anlaufstelle für naturwissenschaftlich
interessierte Oberstufenschüler. An der zweijährigen Projektphase mit
Arbeitsgruppen, Vorträgen und Ferienakademien beteiligten sich 150 Schüler
aus der Rhein-Neckar-Region. Jetzt soll die Gründung einer gemeinnützigen
Gesellschaft dem Life-Science Lab mehr Durchschlagskraft verleihen.

Es brodelt und zischt. Der Chemielehrer hantiert mit Bunsenbrenner und
Reagenzgläsern, in denen farbige Flüssigkeiten glitzern. An die Tafel
schreibt er noch einige Formeln. Mehr oder weniger gelangweilt verfolgen
Schüler und Schülerinnen die Experimente und versuchen die Formeln zu
verstehen. Alltag im naturwissenschaftlichen Unterricht an deutschen
Gymnasien. Die Schüler haben wenig Einfluss auf den Lernstoff und nehmen nur
passiv am Unterricht teil - wissenschaftliches Denken und Argumentieren
werden so kaum trainiert.

ür 150 Oberstufen-Schüler aus Nordbaden, Südhessen und der Pfalz gibt es
seit Oktober 2000 eine Alternative: das Heidelberger Life-Science Lab
(HLSL). Es geht neue Wege in der naturwissenschaftlichen Förderung von
Gymnasiasten. “Kein Frontalunterricht wie an der Schule”, sagt Thomas
Schutz, Geschäftsführer des HLSL, “sondern die Schüler bestimmen selbst, was
sie lernen.”

“Wir bringen uns gegenseitig Sachen bei”, sagt Samuel Bandara, Teilnehmer
der Bioinformatik-AG, der für die anderen in seiner Gruppe einen Kurs über
die Programmiersprache “C” gab. Bandara besucht derzeit die 13. Klasse des
Sandhausener Friedrich-Ebert-Gymnasiums und bewarb sich, nachdem er einen
Aushang in seiner Schule entdeckt hatte, vor zwei Jahren als einer der
Ersten beim HLSL. Weitere 14 Arbeitsgruppen sind mittlerweile entstanden -
mit Themen aus Chemie, Physik, Mathematik und den Lebenswissenschaften (auf
Englisch “Life Sciences” genannt) wie Biochemie, Medizin und
Molekularbiologie. Die jeweils zehn bis zwölf Schüler organisieren mit Hilfe
von Mentoren die Arbeitsgemeinschaften selbst und beschließen am Anfang des
Wintersemesters die Schwerpunkte, die sie im Lauf eines Jahres bearbeiten
wollen.

Die Teilnehmer der Chemie-AG synthetisierten im Lehrlabor des Deutschen
Krebsforschungszentrums (DKFZ) Luminol, eine im Dunkeln leuchtenden
Substanz. “In der Schule ist für so aufwendige Experimente keine Zeit”, sagt
Kristina Meyer, derzeit in der elften Klasse der Bensheimer
Liebfrauenschule.

Der Freitagabend ist für Vorlesungen mit anschließender Diskussion
reserviert. Die Teilnehmer des HLSL haben hier die Möglichkeit, renommierte
Wissenschaftler einzuladen. Die Forscher geben einen Einblick in ihre
Arbeitsgebiete - zwei Themen der vergangenen Wochen waren “Chemische
Experimente mit Supermarktprodukten” und “Virologie und
Elektronenmikroskopie”. Nebeneffekt der wöchentlichen Vorträge: Schüler aus
verschiedenen Städten haben einen zentralen Treffpunkt, wo sie
organisatorische Dinge besprechen und sich untereinander über die einzelnen
Arbeitsgemeinschaften austauschen können.

Ein weiterer Bestandteil des HLSL sind internationale Ferienakademien. Diese
Ostern fuhren 20 Schüler nach Portugal. Eingeteilt in Zweiergruppen
arbeiteten die Teilnehmer an Projekten von Wissenschaftlern des
molekularbiologischen Instituts der Gulbenkian-Stiftung in Lissabon mit.
Tobias Stuwe aus Heidelberg zum Beispiel setzte Bierhefe oxidativem Stress
aus und untersuchte, welche Gene dabei zusätzlich angeschaltet wurden. “Ich
habe eine Woche bis zu elf Stunden im Labor gestanden”, erzählt Stuwe
begeistert, “und musste erst einmal eine Menge Fachartikel auf Englisch
durchlesen.”

Der Biologe und Mathematiker Schutz initiierte das Life-Science Lab vor zwei
Jahren und gewann die Technologiepark GmbH der Stadt Heidelberg als
Haupt-Financier. Der 32-Jährige ist der einzige feste Mitarbeiter, alle
anderen der 35 am HLSL mitwirkenden Lehrer, Studenten und Wissenschaftler
engagieren sich ehrenamtlich. In den Mittelpunkt des zuerst auf zwei Jahren
angedachten Projekts stellte Schutz die Lebenswissenschaften, da sie “den
wissenschaftlichen Standort Heidelberg in besonderem Maße prägen”. Die
akademischen Vorzeigeinstitute Deutsches Krebsforschungszentrum und
Europäisches Molekularbiologie Laboratorium brachten Hörsäle, Laboratorien
und wissenschaftliche Beratung ein. Unternehmen wie BASF oder der
Bioinformatik-Spezialist LION beteiligten sich finanziell an einzelnen
Programmpunkten.

Bestärkt durch die positive Resonanz bei allen Beteiligten hat sich Schutz
nun entschlossen, das HLSL in eine permanente Institution umzuwandeln. Eine
gemeinnützige Gesellschaft mit Namen “Foundation for Science and Education”
ist in Gründung. Unter den fünf Gesellschaftern befinden sich neben Schutz
auch FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher und LION-Chef Friedrich von Bohlen.
Nicht ohne Grund, denn das HLSL habe “noch mehr Durchschlagskraft, wenn es
von opinion leaders unterstützt werde”, meint von Bohlen. Darüber hinaus
wolle er bei der Formulierung von Zielen und deren Umsetzung helfen.

Die Stadt Heidelberg kooperiert mit der neuen Gesellschaft und stellt bis
2005 jährlich eine Grundfinanzierung von rund 150000 Euro bereit. Schutz
hofft, jedes Jahr weitere Finanzmittel in einstelliger Millionenhöhe von
Unternehmen, Stiftungen und aus EU-Fördertöpfen zu akquirieren. Weitere
feste Stellen will er damit schaffen.

Auch auf ein eigenes Gebäude für das HLSL mit Hörsaal und Laboratorien
spekuliert Schutz: “Eine entsprechende Anfrage an das Land Baden-Württemberg
ist gestellt. Doch bis darüber entschieden wird, freut sich Schutz auch über
bescheidenere Zuwendungen wie die der rheinland-pfälzischen Kultusministerin
Doris Ahnen. Sie hat kürzlich die Finanzierung von fünf Wochenendseminaren
an der Evangelischen Akademie der Pfalz übernommen.

Quellle: rnz.de

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