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Leichtbau, Nachwachsende Rohstoffe, Brennstoffzelle, Recycling | Chemikalien.de
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Leichtbau, Nachwachsende Rohstoffe, Brennstoffzelle, Recycling

März 24, 2004 by admin 

Angewandte Forschung für die nachhaltige Mobilität / Fraunhofer ICT gründet Projektgruppe in Wolfsburg

Leichtbau, nachwachsende Rohstoffe, Brennstoffzellen und Recycling sind eine Auswahl wichtiger Aspekte bei der Entwicklung neuartiger Fahrzeugkonzepte für die nachhaltige Mobilität. Die deutsche Automobilindustrie gehört dabei international zu den Spitzenreitern, ebenso wie die beteiligte angewandte Forschung. Zur Förderung der engeren Zusammenarbeit zwischen Industrie, Forschung und Ausbildung gründete das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (Pfinztal, Kreis Karlsruhe) zusammen mit der FH Braunschweig/Wolfenbüttel jetzt eine Projektgruppe “Nachhaltige Mobilität” in Wolfsburg. Die offizielle Auftaktveranstaltung zur Gründung der Projektgruppe findet in der Fachhochschule am Standort Wolfsburg am Freitag, den 26. März 2004 statt.


Bei der feierlichen Eröffnung werden der niedersächsische Wissenschaftsminister Lutz Stratmann und der Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg Rolf Schnellecke zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft begrüßen. Das Land Niedersachsen und die Stadt Wolfsburg unterstützen den Aufbau der Fraunhofer-Projektgruppe mit insgesamt 1,4 Mio. Euro in den kommenden 4 Jahren.
Die Ansiedlung der Fraunhofer ICT-Gruppe ist eine hohe Auszeichnung für den Wissenschafts- und Forschungsstandort Wolfsburg. Damit werden auch die Bemühungen des in Wolfsburg ansässigen Fachbereichs Fahrzeug-, Produktions- und Verfahrenstechnik der Fachhochschule von Erfolg gekrönt. Wolfsburg ist jetzt neben Hannover und Braunschweig der dritte Fraunhofer-Standort in Niedersachsen und erstmalig kooperiert Fraunhofer dabei mit einer Fachhochschule.
Das Fraunhofer-Institut für Chemische Technologie (ICT) in Pfinztal bei Karlsruhe ist als Partner der Fachhochschule mit 350 Mitarbeitern und einem praxisnahen Arbeitsspektrum in der Auftragsforschung bereits intensiv für die Automobilwirtschaft tätig. ICT-Institutsleiter Prof. Dr. Peter Eyerer und Bereichsleiter Prof. Dr. Thomas Hirth sehen denn auch einen großen Nutzen in der beginnenden Zusammenarbeit: “Die Projektgruppe wird eine Mittlerrolle zur Industrie einnehmen und durch innovative Technologieentwicklungen maßgeschneiderte Werkstoffe, Produkte und Verfahren für zukunftsgerichtete Mobilitätskonzepte bereitstellen.”
Die angewandte Forschung im Themenfeld “Nachhaltige Mobilität” zielt zunächst auf Werkstoffe und Verfahrenstechnik in der Automobilproduktion. In Zusammenarbeit mit Fahrzeugherstellern, Automobilzulieferern und Werkstoffherstellern sollen neue Konzepte, Produkte und Verfahren für eine nachhaltige Mobilität entwickelt werden. Der Schwerpunkt der Projektgruppe liegt dabei auf der Entwicklung systemintegrierter Werkstoffe, zum Beispiel Leichtbau durch Verbundwerkstoffe und deren Verarbeitung unter Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Produkt sowie dessen Verwertung.
Die Nutzung nachwachsender Rohstoffe wie auch die Verwertung von Altautos durch Recycling stellen die Industrie vor besondere Herausforderungen, bei denen sie zukünftig auf die technische Unterstützung durch die Wolfsburger Fraunhofer-Projektgruppe zurückgreifen kann. Von diesen Forschungsarbeiten ausgehend sollen weitere Felder im Bereich der nachhaltigen Mobilität wie beispielsweise Fahrzeugsicherheitskonzepte und Antriebstechnologien erschlossen werden.

Innovative Technologien zur nachhaltigen Mobilität werden dem niedersächsischen Wirtschaftsraum und insbesondere dem Standort Wolfsburg im Bereich der Werkstoff- und Recycling-Technik neue Impulse geben und darüber hinaus einen Wettbewerbsvorsprung für die regionale Fahrzeug-Zuliefererindustrie ermöglichen. Die hier durchgeführte angewandte Forschung dient auch der Schaffung von zusätzlichen beziehungsweise der Sicherung von vorhandenen Arbeitsplätzen und soll auch die Gründung von neuen Unternehmen unterstützen. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Weiterentwicklung des Wirtschaftsraumes Wolfsburg und des Landes Niedersachsen geleistet

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