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ABC Waffen- Wie gefährlich sind Sie ? | Chemikalien.de
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ABC Waffen- Wie gefährlich sind Sie ?

Januar 24, 2003 by admin 

Die ABC – Bedrohung

ABC Waffen sind auf dem Vormarsch. Präsident Bush kündigte schon Pockenschutzimpfungen an. Auch Deutschland rüstet seine Impfstoffe auf, damit im Ernstfall genügend Impfmaterial und Anlaufstellen bereit stehen.


Was aber sind ABC – Waffen?

A = Atomare Waffen
B = Biologische Waffen
C = Chemische Waffen

A wie Atombombe

Kernspaltungsbombe.
Die Nuklearforschungszentrumin begann in Los Alamos in der Nähe von Santa Fe, New Mexico. Schon kurz nach Forschungsbeginn vertrat der dänische Physiker Niels Bohr die Ansicht, dass zur Auslösung einer Kettenreaktion Uran-235 (U-235) am besten geeignet wäre. U-235 ist radioaktiv und in sehr geringen Mengen (zu 0,71%) im natürlichen Urangestein enthalten, das hauptsächlich aus dem nicht spaltbaren Uran-238 (U-238) besteht. Neben U-235 kommt als Material für die Kernspaltungsbombe auch noch Plutonium-239 (Pu-239) in Frage. In den USA bemühte man sich daher ab 1942, das spaltbare U-235 in größeren Mengen aus dem natürlichen Uran zu gewinnen. Eine riesige Fabrikanlage gebaut, mit der Uran-Isotope U-235 und U-238 mit Hilfe des Gasdiffusionsverfahrens voneinander getrennt wurden. In einer anderen Anlage in Hanford wurde Pu-239 hergestellt, indem man U-238 mit Deuteronen beschoss, den Atomkernen des schweren Wasserstoffs (Deuterium), die aus einem Proton und einem Neutron bestehen.

Der Prozess der Energiefreisetzung kann bei einer Atombombe deshalb explosionsartig verlaufen, weil zum einen die Atomkerne von U-235 und Pu-239 schon bei der geringsten Anregung gespalten werden, z. B. durch ein sich anlagerndes Neutron, und weil zum anderen bei der Kernspaltung weitere Neutronen frei werden - pro Spaltung zwei bis drei. Diese zusätzlichen Neutronen können ihrerseits wieder neue Kerne spalten, wobei wiederum Neutronen erzeugt werden usw. Es entsteht eine Kettenreaktion, wenn die Neutronen nicht aus dem Material entweichen können, bevor sie von neuen Kernen eingefangen werden. Die Anzahl der Kernspaltungen wächst dann innerhalb sehr kurzer Zeit - etwa binnen 1 millionstel Sekunde - auf astronomische Werte der Größenordnung 1023 an, bis die frei werdende Energie das gesamte Material buchstäblich in einem Schlag verdampfen lässt. Damit die Kettenreaktion überhaupt einsetzen kann, muss eine gewisse Mindestmenge an U-235 oder Pu-239 - die sog. kritische Masse -vorhanden sein. Bei Mengen unterhalb der kritischen Masse entweichen mehr Neutronen durch die Materialoberfläche als im Innern des Spaltmaterials erzeugt werden können und die Kettenreaktion ist nicht möglich.

Sobald die kritische Masse, z.B. an U-235, überschritten ist, setzt, durch zufällig umher fliegende Neutronen ausgelöst, spontan eine Kettenreaktion ein. Dabei spielt auch noch die geometrische Form der Masse eine Rolle. Damit möglichst wenig Neutronen das Material verlassen können, muss die Oberfläche möglichst klein sein. Das günstigste Verhältnis von Volumen und Oberfläche hat die Kugel. Die kritische Masse einer U-235-Kugel liegt beispielsweise bei rund 15 kg. Der Durchmesser einer solchen Kugel beträgt knapp 12 cm. Damit nun eine solche Bombe nicht schon bei der Füllung explodiert, wird das Uran im Innern in zwei oder mehr Portionen aufgeteilt, von denen jede aus unterkritisch viel Masse besteht und die strahlungssicher voneinander getrennt sind. Bringt man nun durch irgendeine Vorrichtung, z. B. durch kleine Treibladungen, die einzelnen Teilmassen zu einer überkritischen Masse zusammen, so explodiert die Bombe. Durch die dabei schlagartig frei werdende gigantische Menge an Wärmeenergie wird die Bombe mitsamt ihrer Füllung in heiße Gase verwandelt, noch bevor das ganze Uran gespalten ist. Experten schätzen, dass nur etwa 10% des Urans Zeit genug haben, in einer “geordnet” ablaufenden Kettenreaktion zu zerfallen. Um diese Zeitspanne um einige millionstel Sekunden zu verlängern und um damit die Energieausbeute beträchtlich zu erhöhen, umgibt man die Bombe oftmals mit einem starken Stahlpanzer.

Die Sprengwirkung einer Atombombe ist ungeheuerlich. Zum Vergleich: Einer der wirksamsten chemischen Sprengstoffe ist das Trinitrotoluol (TNT). 1 kg TNT setzt bei der Detonation eine Energie von rund 5 Mio. Joule frei. Die gleiche Energie würde ein sehr schwer beladener Mensch aufbringen, wenn er eine Treppe von 3500 m Höhe hinaufsteigen müsste! 10 kg TNT genügen, um ein Wohnhaus in Schutt und Asche zu legen. Die mächtigsten Bomben des Zweiten Weltkriegs hatten Füllungen von etwa 1 Tonne TNT, ebenso der Gefechtskopf der V2-Raketenwaffe. Um die ungleich gewaltigere Sprengwirkung einer Atombombe auch nur annähernd beschreiben zu können, gibt man sie in Kilotonnen (kt) oder Megatonnen (Mt) der “Maßeinheit” TNT an (1 kt = 1000 Tonnen; 1Mt = 1000000 Tonnen). Mit einer 5-kt-Bombe meint man beispielsweise eine Atombombe, die eine ähnlich verheerende Wirkung hat wie die Explosion von 5 kt, also 5000 Tonnen, des Sprengstoffes TNT!

Die Folgen einer Atombombe
Wenn z. B. eine 200-kt-Bombe explodieren würde, in den heutigen Arsenalen ein gängiges Kaliber, dann würde kurz nacheinander mehreres geschehen: Zunächst erfolgt ein Lichtblitz, der so intensiv ist, dass selbst bei kilometerweitem Abstand noch starke Blendwirkungen oder gar irreparable Augenschäden bis hin zur Blindheit die Folge sein können. Die heißen Explosionsgase bilden einen Feuerball, der in 10 km Entfernung noch einhundert Mal größer als die Sonne erscheint und eine intensive Strahlung aussendet. 35% der Explosionsenergie werden als Hitzestrahlung freigesetzt. In 5 km Entfernung vom Explosionsort besitzt diese noch eine Intensität von 60 Joule (J) pro cm². Diese Energiemenge reicht aus, um z. B. Kleider in Flammen zu setzen. 35 J/cm² verursachen Verbrennungen 3. Grades auf der menschlichen Haut, 20 J/cm² entzünden Blätter und Papier. In 10 km Entfernung treffen immer noch 12 J/cm² ein, die Verbrennungen 1. Grades hervorrufen.
Mit der Hitzestrahlung setzt auch die primäre radioaktive Strahlung ein. Die energiereichen Spaltprodukte einer Atombombenexplosion emittieren 5% der Spaltenergie als Gamma- und Neutronenstrahlung, die im Umkreis von 5 km mit Sicherheit, im Abstand von 10 km bei ungenügendem Schutz wahrscheinlich tödlich ist. Gleichzeitig breitet sich mit einer Anfangsgeschwindigkeit von 300 bis 400 km/h vom Detonationszentrum ausgehend eine Druckwelle aus, gefolgt von einer gleich starken Sogwelle. Diese kurzen Hyperorkane können in 5 km Entfernung noch Druckwerte hervorrufen, die jede Fensterscheibe mit bis zu 2 Tonnen belasten. Innerhalb dieser Zone, auf einer Fläche von 70 bis 80 km², werden alle Wohnhäuser zerstört und bis zu 10 km Entfernung zumindest schwer beschädigt.
Je geringer die Höhe ist, in der die Bombe über dem Erdboden explodiert, desto mehr wird das darunter befindliche Erdreich einschließlich der Bebauung und des Bewuchses verdampft oder zu Staub pulverisiert. Wegen der hohen Gastemperaturen steigt der Feuerball rasch unter Ausdehnung bis in Höhen von mehr als 10 km auf. In seinem Sog werden große Mengen des entstandenen Staubs mitgerissen, hoch geschleudert, mit den gasförmigen Resten der Bombe vermischt und durch den intensiven Neutronenbeschuss ebenfalls radioaktiv. Es bildet sich der charakteristische Atompilz.
B – Biologische Waffen
Die Superkiller
Es war Freitagabend, als in einer US-amerikanischen Großstadt ein Albtraum begann. Terroristen warfen ein Glasgefäß mit Bacillus anthracis, dem Erreger des Milzbrands, auf die Gleise der brechend vollen Untergrundbahn. Tausende von Passagieren inhalierten auf dem Weg ins Wochenende die aufwirbelnden Sporen des tödlichen Anthrax-Erregers. Eine Woche später zählten die Behörden fast 50 000 Opfer.
Das fiktive Schreckensszenario lief als fünfteilige Serie mit dem Titel “Biowar” im US-Fernsehsender ABC - zwei Jahre, bevor die einstürzenden Türme des World Trade Centers in New York den Amerikanern ihre Verletzlichkeit für Terrorangriffe vor Augen geführt haben. Am 4. Oktober 2001 schien die Schreckensvision Realität zu werden. Bei Robert Stevens, Fotoreporter des Boulevardblatts “Sun” in Florida, wurde offiziell Lungenmilzbrand diagnostiziert; vermutlich hatte er einen mit Anthrax-Sporen verseuchten Brief geöffnet. Einen Tag darauf erlag er der Krankheit.
Die Redaktion der “New York Post” und das Büro des demokratischen Senators Tom Daschle waren weitere Ziele der Angreifer, deren Identität bisher unbekannt ist. Dennoch: der prophezeite Superhorror blieb aus - diesmal. “Nur” fünf Menschen starben, insgesamt 17 hatten sich bis Anfang Dezember mit Milzbrand infiziert. Anthrax steht ganz oben auf der Liste der Krankheitskeime, die sich als biologische Kampfstoffe eignen. Wird das Bakterium durch Hitze oder Aushungern gestresst, bildet es widerstandsfähige Sporen. Getrocknet und zu Tausendstel Millimeter kleinen Staubpartikeln zerrieben, dringen sie bis tief in die Lunge ein. Dort verwandeln sich die “Schläfer” wieder zum Bazillus, der sich mit rasender Geschwindigkeit vermehrt und dessen Toxine das Blut überschwemmen.
Doch die Produktion von waffentauglichen Erregern gilt als schwierig; denn der Sporenstaub neigt zum Verklumpen. Erst der Zusatz von chemischen Stoffen - das Geheimrezept der Biowaffenlabors - lässt die Sporen schweben. Der aufwendige Herstellungsprozess erleichtert es Fahndern zudem, die Quelle der Anthrax-Sporen aufzuspüren. Hunderte von Erregerstämmen sind bekannt – nur wenige davon sind gefährlich. Die in den USA entdeckten Umschläge enthielten vermutlich alle den ”Ames“-Stamm, benannt nach einer Stadt im US-Bundesstaat Iowa, in der er in den 30er Jahren erstmals isoliert worden war. Es ist offenbar derselbe Stamm, mit dem die USA bis 1969 ihr nationales Biowaffenprogramm betrieben haben, berichtete das Magazin ”New Scientist“. Die ehemalige Sowjetunion verwendete Ames nicht zur Großproduktion, Briten und der Irak bedienten sich des ”Vollum“-Stamms. Allerdings sei der Ames-Stamm auch nach Südafrika verkauft worden. Eine Genanalyse – sie wird zur Zeit von Paul Keim von der Northern Arizona University durchgeführt – kann vermutlich die genaue Herkunft der Keime klären. Durch den Vergleich der bei den Terroranschlägen seit Oktober verwendeten Mikroben mit den in US-Labors gezüchteten Keimen wird sich dann von den Wissenschaftlern ermitteln lassen, ob Restbestände aus den 60er Jahren verschickt wurden – oder ob die Anthrax-Erreger aus jüngeren Experimenten stammen.
Dass die Killerkeime per Post versandt und nicht, wie befürchtet, in U-Bahntunneln oder Lüftungsanlagen platziert wurden, hat die Fachleute allerdings überrascht. ”Eine primitive Methode“, urteilte der russische Biowaffenexperte Ken Alibek, die darauf schließen lasse, dass die Angreifer nur geringe Mengen Anthrax zur Verfügung hatten. Ob mangelnde Expertise oder kaltes Kalkül: Die Absender zielten offensichtlich nicht auf möglichst viele Opfer, sondern setzten vermutlich vor allem auf die psychologische Wirkung. Mit Erfolg: 57 Prozent der Amerikaner, das ergab eine Ende Oktober durchgeführte Umfrage, treffen persönliche Vorkehrungen, um sich vor Anthrax oder Pocken zu schützen. Ein Drittel öffnet die Post nur noch mit höchster Vorsicht.
Wenn auch kein Anlass zur Panik besteht: Zum ”dreckigen Dutzend“ international geächteter B-Kampfstoffe gehören neben Anthrax auch die sehr ansteckenden Pockenviren sowie die Erreger von Lungenpest und Botulismus. Mit Methoden der modernen Gentechnik ließen sich aus den Erregern von Milzbrand, Pest oder Pocken zudem Gruselkeime der nächsten Generation schaffen, warnen die Molekularbiologin Claire Fraser und der Friedensforscher Malcolm Dando im Fachblatt ”Nature Genetics“. In ein bis zwei Jahren sei das Erbgut von mehr als 70 der wichtigsten Krankheitserreger aufgeklärt, darunter auch das Erbgut des Bacillus anthracis. Es wird derzeit am Institute for Genomic Research in Rockville, Maryland, entziffert, das Claire Fraser leitet. Damit stünden das Rohmaterial und die entsprechende Technik zur Verfügung, um klassische Waffenkeime gezielt gegen Antibiotika zu wappnen, für die Immunabwehr unsichtbar zu machen oder Toxine verschiedener Erreger in einem ”Superkiller“ zu kombinieren.
Denkbar sind beispielsweise ”Tarnkappen-Viren“, die sich in das Erbgut der Opfer einschleusen und erst zu einem beliebigen Zeitpunkt aktiviert werden, oder ”Designerkrankheiten“, die bislang in der Natur nicht vorkommen. In Hinterhof-Labors, in denen fanatisierte Forscher mit Genen jonglieren, werden die Massenvernichtungswaffen der Zukunft jedoch nicht entstehen. Auch die japanische Aum-Sekte, immerhin mit einer Milliarde Dollar und wissenschaftlichem Know-how im Rücken, hatte Anschläge mit Anthrax und anderen Keimen verübt – alle ohne Wirkung. Erst als die Sekte auf das von ihr fabrizierte ”gewöhnliche“ Nervengas Sarin zurückgriff – und zum Beispiel 1995 in der U-Bahn von Tokyo einsetzte –, kamen viele Menschen ums Leben. Deshalb gehen Experten davon aus, dass Terroristen auf Kontakte zu staatlichen Labors angewiesen sind, in denen Biowaffen erforscht oder gar entwickelt werden. Reporter der ”New York Times“ haben in ihrem gerade erschienenen Buch ”Germs“ zusammengetragen, wie intensiv vor allem Russland und die USA bis heute in solche Programme verstrickt sind – meist mit der Begründung, Impfstoffe und Medikamente zur Abwehr von gegnerischen Bioattacken zu gewinnen.
Sollte Terroristen dennoch ein massiver B-Waffen-Anschlag gelingen – die Bevölkerung wäre weitgehend ungeschützt. ”In Deutschland sind Impfstoffe gegen die Erreger von Milzbrand, Pest und Pocken weder zugelassen noch kurzfristig verfügbar“, meldete das Paul-Ehrlich-Institut in Langen kürzlich. Die Bundesregierung hat für 100 Millionen Mark sechs Millionen Einheiten Pockenimpfstoff gekauft. In den USA versucht man, Restbestände durch Verdünnen zu strecken. Eine zweifelhafte Milzbrand-Vakzine, die bislang für die US Army reserviert ist, soll auch zum Schutz von Zivilpersonen zur Verfügung stehen. Reaktionen allesamt, die mehr der Beruhigung dienen als der Sicherheit.
Den einzig wirksamen Schutz, auch vor terroristischen Attacken, würde eine Verschärfung der internationalen Biowaffen-Konvention von 1972 bieten. Dieses Abkommen, das Biowaffenproduktion und -einsatz bannen soll, ist im Grundsatz bereits von 143 Staaten, einschließlich Irak und Russland, unterzeichnet und damit – jedenfalls auf dem Papier – akzeptiert worden. Ein Zusatzprotokoll soll ermöglichen, dass Anlagen, in denen dennoch die Herstellung von Biowaffen vermutet wird, routinemäßig durch internationale Inspektoren überprüft werden können. Sechs Jahre haben die Unterzeichner um dieses Zusatzprotokoll verhandelt, doch ein wichtiger Staat hat die Umsetzung durch sein Veto bis heute verhindert: die USA.

C – Chemische Waffen
Sarin
chemischer Kampfstoff, der im 2. Weltkrieg hergestellt, aber nicht eingesetzt wurde. Fast geruchlose, farblose Flüssigkeit, chemisch ein Isopropylester der Methylfluorphosphorsäure. Dieses Nervengas führt durch Inaktivierung der Cholinesterase unter Krämpfen zum Tod.
Senfgas

eine organische Schwefelverbindung (C2H4Cl)2S; senfartig riechende Flüssigkeit, chemischer Kampfstoff der Gelbkreuz-Klasse von lungen- und hautschädigender Wirkung (1. Weltkrieg).

Tabun
Trilon 83 Gelan
chemischer Kampfstoff, der im 2. Weltkrieg in Deutschland hergestellt, aber nicht eingesetzt wurde; bräunliche Flüssigkeit von fischähnlichem Geruch, chemisch ein Ester der Cyanaminphosphorsäure. Tabun führt als Nervengas durch Inaktivierung des Enzyms Cholinesterase nach Atembeschwerden und Krämpfen zum Tod.

Quelle : www.wissen.de

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